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christoph adams

Jazz Pianist, der mit stilbildenden Persönlichkeiten des Genres arbeitete, war gleichzeitig auch immer ein außergewöhnlicher Sänger, wie auch Komponist, Arrangeur, Band Leader und Protagonist seiner eigenen Projekte, der sich neben dem Jazz auch intensiv mit lateinamerikanischer, brasilianischer, so wie den Strömungen zeitgenössischer Pop Musik auseinandergesetzt hat.
Kompositorisch und improvisatorisch zieht er es vor, sich in den Gefilden der Tonalität und der Funktionsharmonik zu bewegen. Er schreibt Sketche, die als Grundlage zur Improvisation dienen, aber auch Lieder, sowie ausnotierte kleinere Klavierstücke. Er verfügt über ein großes Repertoire an Standards die er u.a. gerne in verschiedenen Sprachen singt, die er selbstverständlich fließend spricht.
Stilistisch fühlt er sich einerseits der ernsten U-Musik, andererseits aber auch der unterhaltenden E-Musik verbunden.

trio arbeit
Seit den späten 80er Jahren arbeitet chris adams im Trioformat.
Anfangs standen instrumentale Eigenkompositionen im Gestus des Modern Jazz im Mittelpunkt, die in konzertantem Rahmen präsentiert wurden. Parallel dazu arbeitete er in Clubs, Piano Bars und ähnlichen Etablissements in gleicher Besetzung, wo er nicht nur als Pianist, sondern auch als Sänger ein vielschichtiges und breites Repertoire entwickeln konnte. Aus der Situation, sich als zu ernsthaft für das Eine, gleichzeitig aber auch als zu unterhaltend für das Andere sehen zu müssen, entwickelte sich ein inhaltlicher Konflikt, der lange nicht gelöst werden konnte.
Trotzdem entstanden während dieser Zeit CD Einspielungen, Rundfunk- und Fernsehproduktionen, kleine Tourneen und Festivalkonzerte. Danach stagnierte die Trioarbeit. Die Lateinamerikanische Musik einerseits, und andererseits das Solo Piano Spiel sollten während einer längeren Übergangsphase einen Weg aus dem Dilemma weisen.

Seit 2004 besteht das Trio wieder in neuer Besetzung unter dem Namen TRIO ’68, in dem chris adams nun auch seine Fähigkeiten als Vokalist mehr in den Vordergrund rückt. So entsteht nicht nur eine zusätzliche Klangfarbe, sondern gleichzeitig auch ein direkterer Kontakt zum Publikum. Mit neuer Elastizität ist er heute in der Lage konzertanten, sowie gleichzeitig auch unterhaltenden Ansprüchen gerecht zu werden und spannt mühelos den Bogen zwischen introvertiertem Spiel bis hin zur Partylounge, ohne dabei an Intensität und Tiefgang einbüßen zu müssen. Neben den eigenen, sind nun auch zunehmend Fremdkompositionen und Standards Teil des Repertoires. Die verschiedenen stilistischen Phasen, die das Trio in den vergangenen Jahren durchwandert hat, ermöglichen heute, sich eines außergewöhnlich umfangreiches Klangspektrums bedienen zu können, und machen das TRIO ’68 so zu den unterschiedlichsten Anlässen einsetzbar.

Darüber hinaus definiert sich das TRIO ’68 über gelegentliche Spezialprojekte, bei denen es durch verschiedenartige Bläserkombinationen erweitert werden kann.

brasil & latin
Die brasilianische, wie auch die afrokubanische Musik, mit ihrer gleichmäßigen Verankerung in Folklore und Popkultur, mit ihrer leichten Verständlichkeit, trotz der hohen musikalischen Komplexität, schienen chris adams an etwas zu erinnern, das seine ursprüngliche Faszination für den Jazz ausmachte.
Besonders die brasilianische Musik, auf Grund ihrer formalen Vorzüge, ihrer harmonischen Beschaffenheit, sowie die Einbindung des Drumsets in die Rhythmusgruppe und die daraus resultierende Nähe zum Jazzsound, wurde ein wesentlicher Bestandteil in chris adamsʼ musikalischem Vokabular.
Das Projekt BOSSA NO PIANO dokumentiert die langjährige Auseinandersetzung mit dieser Materie.

solo
1995 bis 1998 lebte chris adams auf Malta, wo er genügend Zeit fand, um sich mit dem Klavier als Soloinstrument zu befassen und vorangegangene Jahre von Grund auf zu überarbeiten.
Das Resultat portraits in black & white, war der Versuch die wesentlichen Einflüsse gebündelt, in Form von Medleys darzustellen. Es entstanden neun Portraits von namhaften Jazzmusikern und ein Selbstportrait.
Gleichzeitig arbeitete er an der Übertragung rhythmischer Strukturen lateinamerikanischer Perkussion auf die Klaviatur, sowie an daran angelehnten Bearbeitungen von Popstücken, in die er zusätzliche improvisatorische Teile mit einarbeitete. Später dann, ab 2003 in Berlin, komponierte er, mit der Absicht diese Einflüsse mit seinen deutschen Wurzeln zu verbinden, einige ausnotierte Klavierstücke ohne improvisatorischen Anteil.
In seinem aktuellen Solo Projekt chris adams‘ SMOKIN‘ PIANO JOINT geht es ihm heute, ähnlich wie im TRIO’68, einfach nur um den schlichten Versuch gute Songs improvisatorisch gut zu erschließen. Knappe, ausdrucksstarke Kompositionen durch ein Minimum an Vorgaben in ihrem Wesen entstehen zu lassen. Ob Original- oder Fremdkomposition spielt dabei keine Rolle.

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